Für den 1995 in Madrid geborenen Martín Zamorano ist Hamburg zur zweiten Heimat geworden, nachdem er mit 16 Jahren als Klavierstudent an die Hochschule für Musik in die Hansestadt kam.

Nach dem Abitur 2014 blieb er an der Hochschule, um klassische Komposition und Theorie zu studieren. Währenddessen machte er sich einen Namen in der Jazz-Nachwuchsszene durch mehrere Auszeichnungen beim `Jugend jazzt´- Wettbewerb Hamburg.

2016 gründete Martín Zamorano das Septett SNICE, mit dem er eigene Kompositionen und Arrangements spielt, die sich durch ihre Vielseitigkeit an Genres und Einflüssen auszeichnen.

Als klassischer Pianist und Interpret beschäftigt er sich mit ungewöhnlichem Repertoire, Improvisation und historischer Aufführungspraxis, wobei er regelmäßig Werke von unbekannten Komponisten und Komponistinnen spielt.

Martín Zamorano verkörpert als Komponist die Verbindung des "Alten" mit dem "Neuen". Seine Sprache ist sowohl von der westlichen Musiktradition wie auch von der modernen Pop- und Jazzkultur geprägt. Seine Musik definiert sich nicht durch Abgrenzung gegenüber anderen Musikrichtungen, sondern wirkt der Spaltung in Avantgarde und populärer Kunst durch Flexibilität und Hybridität entgegen.

Seine Werke wurden auf Festivals in England, Deutschland und Spanien gespielt, und mehrmals ausgezeichnet, unter anderem beim Kompositionswettbewerb der Oper Leipzig 2019 und der Elbland-Philharmonie (2019).